Freitag, 5. März 2010

...molekulare Freuden...






Credit: Verwegen Kochen (Details)

Es wird Frühling und dennoch ist es kalt. Ich fühle mich müde und erschöpft von einem arbeitsintensiven Winter. Zeit für eine Belohnung. Während bei Modebloggern in diesem Moment wohl der Zugriff auf die Internetseiten der angesagten Shops stattfindet, sieht es bei mir ein Wenig anders aus. Ich gönne mir einen leckeren Schokoladenkuchen und ein neues Kochbuch...
Dieses mal habe ich mich für etwas ganz Außergewöhnliches entschieden. Für eine molekulare Entdeckungsreise, auch wenn der aus Spanien zu uns hinübergeschwappte Trend bereits abgeklungen ist. Ich halte Modeerscheinungen im Bezug auf Essen ohnehin für verfehlt und interessiere mich für alles was Gaumen und Augen Freude bereitet. Deshalb besitze ich auch ein Buch aus der El Bulli Reihe von Ferrán Ádria, dem gefeiertsten der Molekularköche. Leider glänzt dieses epochale Werk aber durch die Abwesenheit von Rezepten und versteht sich vielmehr als philosophisch, wissenschaftlicher Ideengeber und Inspirationsquelle. Deshalb sollte  dem Ganzen nun ein wirkliches Kochbuch folgen. 'Verwegen Kochen' heißt es und stammt aus der Feder von Heiko Antoniewicz und Klaus Dahlbeck. Doch selten habe ich ein so puristisch und nüchtern anmutendes Kochbuch in Händen gehalten. 

Credit: Verwegen Kochen - Cover (Details)

Allerdings ist dieser erste Eindruck trügerisch und erweist sich mit dem Aufschlagen des Buches als falsch. Im Inneren des Werkes sind die ausgefallensten Köstlichkeiten zu finden und erfreuen uns schon allein mit Ihrem Anblick. Geräucherter Thunfisch, heißes Rettichgelee, Zwiebelluft, Räucherfumet und Hirschrücken mit geröstetem Arganöl lassen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und bei meiner Leidenschaft für Süßes bin ich spätestens beim warmen Bienenstich mit saurem Honigtee meinem neuen Kochbuch erlegen...

Unter den Stichworten Emulsification, Sferification und Rotationverdampfung kann man nachlesen wie es geht und was sich kompliziert liest, scheint auch kompliziert zu sein. Außergewöhnlich und überraschend sind die Kreationen, die sich einem hier offenbaren, dennoch. So ist dieses, wie ein rohes Ei anmutende Gericht, eigentlich ein Mango Raviolo mit Grünem Tee, Vanille und Mole:

Credit: Verwegen Kochen (Details)

Wenn ich nach dem Kauf des Buches endlich einmal dazu kommen sollte ein Gericht aus dieser beeindruckenden Kollektion zuzubereiten, dann werde ich mich mit Photos und Berichten zurückmelden...bis dahin bleiben nur Appetithappen aus dem verwegenen Kochbuch... 






Credit: Verwegen Kochen (Details)

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