Montag, 7. März 2011

...berlin, berlin...




Die Stadt empfängt mich mit glitzerndem Strahlen und einer Brise Ironie. Noch bevor ich wahrnehmen kann, wie mir geschieht, stehe ich mitten im Morast des Großstadtdschungels und beginne automatisch zu hetzen, um nicht zu versinken. Von Moorleichen jedoch wissen wir, dass nichts hilft - vor allem keine übertriebene Hektik - um sich dem Versumpfen zu entziehen. Also entspanne ich mich, kaufe einen Fahrschein und steige um. Mal hier, mal da, irgendwo zwischen Dreck und Loch und Hundescheiße. Niemand sieht mich an, niemand kennt den Weg, alle recken die Köpfe aus ihrem schlammweichen Leben, in der Hoffnung klar zu sehen oder sich selbst zu entdecken. Ich mache mit und genieße den pudrigen Himmel, bevor sich der sibirische Winter in die Straßen schleicht und die Hoffnungen auf den Frühling gefrieren lässt.  Dass die Verkäuferin im Bahnhofskiosk weder mich, noch die zu erstehende Wasserflasche beachtet, geschweige denn Hallo, Tschüss oder den Preis in den Mund zu nehmen, geriert sich darufhin nicht als notwendiges Übel sondern als unabdingbares Assecoire. Dafür lackiert sich die Verkäuferin bei Kaufhof am Alex die Nägel bunt, damit ich die Farben vergleichen kann und sucht mir dann das vollste Fläschchen. So schrullig, so berlin...



Dirty Doering - I Would - Bar 25 -15 from kai kurve on Vimeo.

1 Kommentare:

Geniesser hat gesagt…

Frühling - und es rührt sich wieder was im Blog!

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