Freitag, 29. Januar 2010

...wissen macht grün.




Es kommt in einem grünen Gewand daher, das junge Kind. Es entdeckt die Welt, die ihm noch so fremd ist. Es liebäugelt mit Dingen, die den Eltern, seinen Machern, noch unvertraut und eigenartig vorkamen. Was den Eltern schwer fiel ist den Kindern ja oftmals schon in die Wiege gelegt.
Sein Name ist Wissen. Das soll es vermitteln. Die Eltern sind Deutschland Radio Kultur und der Deutschlandfunk, die öffentlich rechtlichen Bildungsfunker mit Lehrauftrag für den geneigten Hörer. Und nun also das neue Programm, das sich von jeglicher Programmatik zu emanzipieren sucht: DRadio Wissen. Ein neues Konzept für ein neues Zeitalter. Und so war im 'mein Freitag blog' von jfenn zu lesen:

Deutschlandradio Wissen wird demnach das erste Radioprogramm sein, das gar keines ist: Eine Podcast-Download-Station. Eigentlich eine Art öffentlich-rechtlicher iTunes Store. Radikal entlinearisiertes Radio. Eine einzige Mediathek, bzw. Radiothek. 


Für DRadio-Hörer mag das zunächst nicht neu erscheinen. Schon lange bieten die Sender ihre   Beiträge partiell auch on demand an. Allerdings stellt Wissen hierbei eine neue Dimension dar. Es wird ein neuer Grad an Interaktion und Vielseitigkeit angestrebt, der auch einen Online-Hörsaal und einen Blog beinhaltet. In selbigem ist dann auch etwas über die Herausforderungen der neuen Bandbreite, die dieses Onlineradio anstrebt, zu lesen:


Wir haben versucht, uns auf diese für uns neue Form der Kommunikation vorzubereiten – so gut es eben ging neben den vielen anderen Dingen, die für den Sendestart vorbereitet werden mussten. Und klar war auch, dass es etwas dauern wird, bis wir den Umgang mit Kommentaren auf der Website, im Blog und auf Twitter wirklich beherrschen. Nun lernen wir das alles im Expressverfahren.


schreibt dort Anja Stöcker, die gemeinsam mit zwei weiteren Redakteuren den Redaktionsblog betreut.
Der Sender stellt also auch eine Art Experimentier-Kasten für neue Medien dar. Ein Weg, den man den öffentlich-rechtlichen Sendern am Wenigsten zugetraut hätte, während die privaten immer öfter über kostenpflichtige Angebote debattieren. Hier mag sich die finanzielle Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auszahlen. Das die kommerziellen Sender gegen die Präsenz selbiger im Internet klagten, trübt den Launch von DRadio Wissen leider ein Wenig. Dadurch wurde zunächst verhindert, dass die Beiträge mehr als sieben Tage abrufbar sind. Dass die Politik und die Justiz hier keinen verbraucherfreundlichen Weg zu finden im Stande sind, ist bedauerlich und trifft den geneigten Hörer und Seher in vielerlei Hinsicht.
Dennoch sollte man sich die Freude an qualitativ hochwertigem Radio on demand  nicht nehmen lassen...


Der Sender arte widmet sich am 9. Februar den 'Medien auf Abwegen' übrigens in einem Themenabend .

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