Mittwoch, 24. März 2010

...the paper jazz blog loft...



via: papercuts, Credit: Courtesy of W. Eugene Smith Archive, Center for Creative Photography, University of Arizona; © Heirs of W. Eugene Smith 


Dass sich der Buchmarkt und das Internet nicht gegenseitig behindern, sondern vielmehr befruchten können, dürfte zwischenzeitlich hinlänglich bekannt sein. Natürlich gibt es noch immer Nörgler, die, getrieben von der Angst vor Kontroll- und Machtverlust, im Netz einen großen Feind ausmachen. Die großen und vor allem aber auch die ganz kleinen Verlagshäuser erkannten jedoch die Chance, die sich ihnen hier bietet und fanden neue Wege. Mit eigenen facebook-profilen und innovativen Internetauftritten werben sie hier um ihre Kunden und scheinen fündig zu werden. 
Doch, nicht nur die Verlage und Autoren nutzen das Internet um sich der Literatur zu widmen. Auch viele Internetmagazine und Blogger beschäftigen sich mit dem gedruckten Wort. Einer der besten Blogs mit diesem Zweck ist papercuts, der dem Internetangebot der NewYork Times angehört, einer Zeitung, die die Optionen, die das Internet offenbart, früh erkannte und äußerst erfolgreich umsetzte. Hier finden nicht nur Rezensionen ihren Platz, sondern auch Gespräche mit und Musiklisten von bekannten Autoren. Zudem beschäftigte man sich erst kürzlich mit den Veränderungen, die das e-book hervorbringt, wobei ein Artikel von Alex Beam zitiert wurde, in dem es um den Verlust und die Psychologie des Buchdeckels ging:  

The physical book does not exist, and has no value. The digital book has no front or back covers; there is no place to assert ownership, and there is nothing to own. The “digital delivery module” is a piece of molded plastic made in China, encasing a few memory chips. That is not the book, that’s the “reader.” Wait, I thought I was the reader. Oh, never mind.
  
Im aktuellen Post geht es bei papercuts allerdings nicht um große Worte, sondern große Bilder und Jazz. Es handelt sich hier um das W. Eugene Smith and the Jazz Loft Projectdas von Sam Stephenson in einem Buch dokumentiert wurde. Hierbei gibt es eine unbedingt sehenswerte vertonte Bilderstrecke zu entdecken, die uns das NewYorker Leben des Photographen Smith in den sechziger Jahren näher bringt. Mehr zu sehen ist unter jazzloftproject.org, wo natürlich auch ein Blog eingerichtet wurde um diesen Bildband zu unterstützen, der garantiert nicht reader-geeignet ist.

"The most chaotic and soulful gift book this year...The book is an elegiac stew of sight and sound, and a singularly weird, vital and thrumming American document." - Dwight Garner, New York Times.


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