Donnerstag, 27. Mai 2010

...ambika p3...



Ich suchte etwas Besonderes und Außergewöhnliches, obschon mir bewusst war, dass es keine Chance gäbe dabei nur Gutes zu entdecken. Da war ein Bewusstsein für den Schrott, den die Tiefen der Kunstwelt vor meine Augen zu zaubern vermögen. Trotzdem oder gerade deshalb machte ich mich auf zu weiten und verschlungenen Wegen, suchte Keller und Hinterhöfe ab. Treppen hinunter und vorbei an gestapelten Rohren und Containern wurde ich dann fündig und schlussendlich war ich zufrieden mit dem, was ich sah. 


Viele Schilder, ein freundlicher Herr und einige fragende Blicke nach unserer Ankunft bei der University of Westminster konnten wir schließlich AMBIKA P3 entdecken, die unterirdischen Räumlichkeiten der Universität. Hier lässt sich die Ausstellung des griechischen Künstlers Jannis Kounellis begutachten, die mir nicht nur außerordentlich gefiel, sondern auch durch die Symbiose mit den Räumlichkeiten bestach. Kurzum: es hätte kein besserer Raum für die Bierflaschen-Skulpturen und ihre Begleiter gefunden werden können. Der Charme der Rostflecken, die die Wände mit ihren Verläufen zieren, die Stahlträger und die freiliegenden Rohre bilden einen Rahmen, den weiß getünchte, hohe Säle nicht immer bieten können. Der 1936 geborene Künstler, der mit seiner Einbeziehung von alltäglichen Gegenständen dem Betrachter ein subtiles Bild von Massenproduktion und gesellschaftlicher Entwicklung offenbart, fand schöne Worte für die Räumlichkeit von Kunst:

The final work must have harmony compared to space. Its theatricality is that space. Its visual intuition is its theatricality.










Jannis Kounellis
23 April - 30 May
at Ambika P3, University of Westminster
35 Marylebone Road London NW1 5LS

presented by Sprovieri Gallery


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